FMNS · Modul 2
Die passende Kennzahl beginnt beim Geschäftsmodell.
Ein Cloud-Anbieter, ein Speicherhersteller und ein Satellitendienst können denselben Umsatz melden. Ob daraus freies Geld wird, prüfst du bei jedem Modell an einer anderen Stelle. Diese Matrix ordnet die erste Frage.
Matrix ansehenKennzahlen-Matching-Matrix
Vier Geschäftsmodelle, vier Prüfpfade
| Modell | Erste Kennzahl | Kapitaltest | Nächste Frage |
|---|---|---|---|
| Cloud und Rechenzentren | Segmentumsatz und operative Marge | Operativer Cashflow gegen CapEx und Free Cashflow in derselben Periode | Steigt die Auslastung schneller als der Kapitalbedarf? |
| Speicher und Halbleiter | Preis, Menge und Bruttomarge getrennt | Cashflow nach Fabrik- und Anlageninvestitionen | Trägt der nächste Zyklus die heutige Marge? |
| Abo-Netzwerke | Zahl der Service Lines und Umsatz je Anschluss | Segmentergebnis und Segment-CapEx, danach Konzern-Cashflow | Was bleibt nach Netzaufbau und Konzernkosten? |
| Mischkonzerne | Umsatz und Ergebnis je Segment | Free Cashflow plus Zukäufe, Leasing und Verschuldung | Welche Sparte bezahlt den Ausbau der anderen? |
So nutzt du die Matrix: erst das Geschäftsmodell bestimmen, dann Berichtsperiode und Kennzahlendefinition festhalten, danach die Kapitalbindung prüfen. Eine hohe Marge allein beantwortet die Cashflow-Frage noch nicht.
Mit einem Unternehmen üben
Nimm den letzten Geschäftsbericht und markiere drei Zeilen: Umsatztreiber, operativen Cashflow und investiertes Kapital. Bei SpaceX trennt der Bericht Connectivity, Space und AI. Bei Tesla zeigt der Automotive-Umsatz eine andere Mechanik als das Energiegeschäft.
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